Bild

  Zum Gespräch kommt das Bild, zum Reden kommt das Handeln hinzu.
KlientIn      Therapeutin 

Was ist Mal- und ProzessorientierteKunsttherapie

Die Mal- und Prozessorientierte Kunsttherapie bezieht neben dem Gespräch die künstlerischen Mittel wie Malen, dreidimensionales Gestalten (z.B. mit Ton, Kleister, Speckstein) und Texte entwerfen mit ein. Die Interessen der Klienten und ihre aktuelle Befindlichkeit stehen im Vordergrund. In der Kunsttherapie können Menschen der persönlichen Kreativität nachspüren, sinnliche Erfahrungen machen, sich auch nonverbal ausdrücken, Spannungen abbauen, Heilungsprozesse in Gang bringen und fördern, Probleme verstehen lernen, Stärken entdecken. Der kunsttherapeutische Ansatz ist grundsätzlich ressourcen- und lösungsorientiert und richtet sich nach den gesunden Anteilen im Menschen. Die Therapeutin begleitet und unterstützt gezielt, sie hilft den Klienten die Be-Deutung ihrer Werke zu finden. Durch die kreative Tätigkeit werden emotionale und unbewusste Bereiche berührt, die sich verbal oft weniger einfach erschliessen lassen. Im reflektierenden therapeutischen Gespräch wird das Erlebte aufgearbeitet und in Bezug zur Lebenssituation gestellt. Die Kunsttherapie ist Hilfe zur Selbsthilfe, da die Klienten im Umgang mit ihren Bildern stets autonomer werden.

Was kann die Kunsttherapie bewirken

·   das schöpferische Potential entfalten

·   die Selbstheilungskräfte aktivieren

·   den Umgang mit Krisen und Krankheit individuell bewältigen

Der Wunsch nach schöpferischem Ausdruck, ob malen, musizieren, schreiben, tanzen ist so alt wie die Menschheit, weil das schöpferische Tun eine stärkende und heilende Wirkung hat.

Durch die kunsttherapeutische Arbeit lernen Menschen sich besser kennen, lernen die Situation, in der sie sich befinden verstehen und können Geschehenes verarbeiten. Es werden Ich-stärkende und aufbauende Kräfte gefördert. Der Zugang zur eigenen Kreativität führt zur Entspannung, zu vertiefter Wahrnehmungskompetenz und steigert die Handlungsfähigkeit.

In spontan gemalten Bildern gibt es wenig Zensur, was den therapeutischen Prozess begünstigt. Situationen, Wege und Veränderungen werden gestalterisch aufgezeigt, mit Hilfe des Gesprächs und des künstlerischen Prozesses werden sie fassbar und begreifbar gemacht. Das Entdecken von Kraft, Lebendigkeit und der Vielfalt von Lösungsmöglichkeiten trägt zum gesunden Selbst-  und Weltvertrauen bei.

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